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Landwirtschaftliche Betriebe

Beleuchtung im Stall

Gebäudesteuerung für landwirtschaftliche Betriebe

Das Licht ist neben dem Wasser ein Quell des Lebens. Ohne das Sonnenlicht wäre ein Leben auf unserem Planeten nicht möglich, es nimmt entscheidenden Einfluss auf den Biorhythmus. Inzwischen ist erwiesen, dass sich die innere Uhr von Mensch und Tier durch abnehmende oder zunehmende Beleuchtung beeinflussen lässt. Dies lässt sich in der Landwirtschaft nutzen, um die hormonellen Prozesse der Nutztiere durch eine längere Leuchtzeit zu verbessern.

Lichtgesteuerte Abläufe bei Tieren

Abhängig von der tageszeitlichen Aktivität steuert das Licht viele Prozesse bei den Tieren. Veränderungen der Körpertemperatur, des Blutdrucks oder andere hormonelle Vorgänge im Körper entscheiden über die Leistungsfähigkeit. Jahreszeitlich gesehen, steuert das Licht durch Ab- oder Zunahme auch das Verhalten wie Vogelzug, Winterschlaf oder Fortpflanzung.

In der Landwirtschaft nimmt die computergestützte Lichtsteuerung einen immer größeren Stellenwert ein. Insbesondere bei Milchkühen ist festzustellen, dass der Biorhythmus durch gezielte Lichtveränderung stark beeinflussbar ist.

Bei der Installation einer solchen Beleuchtung ist es notwendig, dass die Beleuchtungsstärke bei mindestens 200 Lux liegt. Eine gleichmäßige Ausleuchtung an allen Stallplätzen sollte bei der Planung unbedingt beachtet werden. Damit die Produktivität, beispielsweise bei Milchkühen, gesteigert werden kann, gibt es verschiedene Programme, die Einfluss hierauf nehmen. Anwendbar sind sogenannte Lang- und Kurztage.

Langtag-Programm

An einem Langtag sind die Tiere einer Dauerbeleuchtung von 16 Stunden ausgesetzt. Dies steigert die Milchleistung erheblich. Darauf folgt eine 8-stündige Dunkelphase, die unbedingt eingehalten werden muss, damit die Tiere stressbedingt nicht ihre Leistung wieder verringern und sich erholen können.

Die zu erwartenden Ergebnisse dieses Programms sind

  • Steigerung des Körperwachstums
  • bessere Verwertung des Futters bei gleicher Trockenmasseaufnahme sowie
  • positiver Einfluss auf die Entwicklung der Milchdrüse

Bei Studien wurde eine Erhöhung der Milchleistung um bis zu 3,3kg festgestellt.

Nicht nur bei ausgewachsenen Tieren ist dieser positive Effekt zu erkennen, auch heranwachsende Kälber profitieren hiervon. Gerade bei den Jungtieren ist ein verstärkter Effekt zu beobachten. Die Tiere profitieren vor allem von einem deutlich erhöhten Körperwachstum, desweiteren ist mit einer früheren Geschlechtsreife zu rechnen.

Die erhöhte Milchleistung der Tiere geht logischerweise mit einer Steigerung des Energiebedarfs einher. Insgesamt betrachtet lässt sich sagen, dass sich das Verhältnis zwischen Futteraufnahme und Verwertung verbessert.

Trotz der positiven Effekte sei erwähnt, dass solch ein Programm natürlich auch eine enorme Belastung für die Tiere darstellt und sich ohne regelmäßige Unterbrechungen des Programms keine Leistungssteigerung mehr einstellt, sondern eher ein gegenteiliges Ergebnis eintritt.

Kurztag-Programm

Das Kurztag-Programm setzt sich aus 8-stündigen Hell- und 16-stündigen Dunkelphasen zusammen. Es ist besonders als Ausgleich für ein lang andauerndes Langtag-Programm zu empfehlen.

Bei heranwachsenden Tieren konnte festgestellt werden, dass die Anlage von Körperfett gesteigert wurde. Interessant ist das Kurztag-Programm für Trockensteher: Während der Trockenzeit können sich die Tiere erholen. Die Verbesserung des Immunsystems ist eines der größten Vorteile. Trockensteher, die im Kurztagprogramm gehalten wurden, zeigten eine deutlich gestiegene Eutergesundheit. Auch die Milchproduktion wurde stark erhöht, was auf diese Erholungsphase zurückzuführen ist. Nebenwirkungen durch dieses Programm sind bis heute nicht bekannt.

Zusammenfassend bleibt festzuhalten, dass der gezielte Einsatz von Lichtprogrammen eine enorme Auswirkung auf die Produktivität der Tiere hat, somit eine Steigerung der Erträge bedeuten kann. Der Einsatz ist vor allem bei heranwachsenden Tieren essentiell und führt zu einer früheren Milchproduktion.



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